Jede frei verfügbare Pflegefachkraft "schnappen"

Erste Pflegedienste müssen Patienten und Kunden absagen, weil sie nicht genug Personal vorhalten können. Die Lage wird immer dramatischer. Tatsächlich gibt es schon Pflegedienste, die Anfragen absagen müssen, weil sie kein Personal finden.

Ein Service von
"Galeria Vital Infocenter"

Insofern ist es wahrscheinlich nicht stark übertrieben, selbst dann Pflegefachkräfte einzustellen, wenn diese im Moment gar nicht zu 100% sofort ausgelastet sind. In der Praxis höre ich nicht selten, daß das Personal, was jetzt noch "zu haben" ist, nicht flexibel und nicht engagiert ist, so nach dem Motto "es hat schon seinen Grund, warum diese potentiellen Mitarbeiter keinen Job haben". Da mag was dran sein. Aber! Wäre es nicht möglich, einen Versuch zu wagen, und diesen Mitarbeitern eine Chance zu geben? Es ist auch eine Chance für Sie! Fragen Sie nach deren Wünschen in zeitlicher Hinsicht und was den Verdienst anbelangt. Versuchen Sie, diese Mitarbeiter zu entwickeln, bieten Sie Ihnen Seminare und Fortbildungen an. Geben Sie nicht zu schnell auf, vielleicht genügt es, diese zunächst einmal 5 - 10 Std. pro Woche zu beschäftigen. Oder wenn die Bewerber nahezu Vollzeit arbeiten möchten (weil sie das Geld brauchen), dann stellen Sie sie eben (befristet) erst einmal zu 36 oder 38 Std. pro Woche ein. Machen Sie sich für die diese Mitarbeiter attraktiv. Sie werden sie gebrauchen können, jetzt sofort oder später noch mehr, da die Situation und der Kampf um Pflegefachkräfte noch an Intensität zunehmen wird. Strengen Sie sich an und geben sich nicnt sofort gängigen Klischees hin. Manchmal ist mehr möglich als Sie denken. Ich habe es in der Praxis gesehen.

Haben Sie Ideen, wie "nicht so gute" Pflegefachkräfte entwickelt werden können?

Von Thomas Sießegger

Quelle: 
Häusliche Pflege Newsletter,
19.08.2010

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